Foto: Wolfgang Zeh

Preisträger Architekturpreis Nordrhein-Westfalen 2018
Preisträger KAP | Kölner Architekturpreis 2017

Baulücke, Köln

Köln

Foto: Wolfgang Zeh

Baulücke, Köln

Köln
Projekt
Baulücke, Köln
Architekt
Wolfgang Zeh, Köln
Bauherr
Eva Zeh-Kraiss + Wolfgang Zeh

Juryurteil „Architekturpreis NRW 2018“

Ein unbrauchbares Grundstück: zu schmal, zu dunkel, zu nah an den Nachbarn. Die Breite des Gebäudes reicht gerade mal für eine Treppe. Den Architekten ist es jedoch gelungen, das Unplanbare nicht nur zu planen, sondern trotz der Beschränkung des Ortes eine differenzierte Antwort zu finden. Die Treppe als das zentrale Element schafft innerhalb des Hauses Bezüge und räumliche Verknüpfungen. Es ist gelungen, jedes Geschoss individuell zu gestalten und zu nutzen. Die Individualität der Räume wird durch die sparsame und präzise Materialität der Ausführung unterstützt. Dieses Projekt kann stellvertretend Mut machen, auf solchen eigentlich unbrauchbaren Grundstücken innerhalb der Stadt zu bauen und die Stadt im Inneren zu verdichten, anstatt die „Verreihenhäuserung“ der Ränder zu unterstützen. Diese 3-Zimmerwohnung auf 6 Geschossen ist nicht nur ein Gedankenexperiment sondern eine gelungene Aneignung der immer knapper werdenden Ressource „Raum in der Stadt“.

Juryurteil „Auszeichnung guter Bauten 2017“

Von der großen Kunst, ein kleines Haus zu bauen, ist oft zu hören in Zeiten der Verstädterung. Zumal in den Ballungszentren, wo der Wohnraum knapp bemessen ist. Was sich leider auch von den oft fantasiearmen Ideen zur Nachverdichtung sagen lässt.

Ganz anders hier: Das nur zehn Meter tiefe und dreieinhalb Meter breite, bislang unbebaute Grundstück inmitten einer denkmalgeschützten Häuserzeile konnte nur durch räumliche Vorstellungskraft zum Leben erweckt werden. So ist ein staunenswertes Haus mit sechs Etagen entstanden, samt Keller und Dachterrasse. Im Inneren werden die Wohn- und Arbeitsräume nicht einfach gestapelt, sondern verbinden sich mit Hilfe einer geschickt platzierten Treppe zu enormer Raumqualität. Auf fast schon paradoxe Weise entstehen mit Hilfe der Architektur, mit Licht und Schatten sowie klug variierten Raumeindrücken und präzisen Blickbeziehungen, auf dem Papier lediglich 80 Quadratmeter Wohnraum. Tatsächlich ist es aber ein eindrucksvolles Raumvolumen. Das Grundstück mag klein sein. Die Architektur, die darauf entstanden ist, ist großartig.

Foto: Wolfgang Zeh
Foto: Wolfgang Zeh
Foto: Wolfgang Zeh
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Foto: Wolfgang Zeh
Foto: Wolfgang Zeh
Foto: Wolfgang Zeh
Foto: Wolfgang Zeh

Preisträger

Architekturpreis Nordrhein-Westfalen 2018 – Auszeichnungen

Preisträger

KAP | Kölner Architekturpreis 2017 – Auszeichnungen