Der BDA in der AKNW

BDA-Vertreter in der Architektenkammer NRW

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Haus der Architekten, Düsseldorf. Foto: C. Rose

Bei der Kammerwahl 2015 hat der BDA ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Er konnte sich von 20,7 % der Stimmen im Jahr 2010 auf jetzt 22,6 % verbessern und hat damit in der Vertreterversammlung drei Sitze hinzu gewonnen. Statt bisher 35 entsendet der BDA in die XI. Vertreterversammlung 38 Kolleginnen und Kollegen und ist somit der zweitstärkste Verband in der AKNW.

Insgesamt sind im Architektenparlament 201 Vertreterinnen und Vertreter präsent.

Nähere Informationen auf der Homepage der AKNW.

Die Vertreter des BDA in der XI. Vertreterversammlung:

BDA-Mitglieder im Vorstand der AKNW

Michael Arns, Siegen: Vizepräsident der AKNW; Verwaltungsausschuss des Versorgungswerkes; Vorstand Stiftung Deutscher Architekten

Heinrich Pfeffer, Köln: Vorsitzender des Ausschusses Aus- und Fortbildung; Verwaltungsausschuss des Versorgungswerkes

Jochen König, Aachen: Vorsitzender des Ausschusses Wettbewerbs- und Vergabewesen

Prof. Rolf Egon Westerheide, Aachen: Vorsitzender des Stadtplanerausschusses der AKNW.

Weitere BDA-Vertreter in den Ausschüssen und Gremien der AKNW:

Magdi Abdelkader, Münster

Michael Beisemann, Dortmund: Auschuss Belange der Tätigkeitsarten

Peter Berner, Köln

Bettina Bertossi, Düsseldorf: Ausschuss Stadtplanung

Susanne Crayen, Bielefeld: Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit

Thomas Daum, Bielefeld: Ausschuss Planen und Bauen

Dirk Druschke, Duisburg

Christian Eling, Lippstadt: Wettbewerbsberater Bezirk Arnsberg

Reinhardt Eule, Gelsenkirchen: Ausschuss Haushalt, Finanzen, Beitragswesen; Aufsichtsausschuss des Versorgungswerkes

Alexander Fischer, Köln: Wettbewerbsberater im Bezirk Köln

Prof. Horst Fischer, Aachen: Ausschuss Aus- und Fortbildung

Eckhard Frodermann, Dorsten

Christof Gemeiner, Hilden: Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit

Monika Güldenberg, Gelsenkirchen

Ralf Harsveldt, Mülheim/Ruhr: Ausschuss Berufsrecht und Berufsausübung

Boy-Gonne Holst, Bonn: Kuratorium der Stiftung Deutscher Architekten

Elmar Joeressen, Düsseldorf: Ausschuss Aus- und Fortbildung

Tobias Klodt, Essen

Thomas Knüvener, Köln: Ausschuss Landschaftsarchitekten; Kuratorium Stiftung Deutscher Architekten

Judith Kusch, Köln

Frank Lohse, Dortmund: Ausschuss Haushalt, Finanzen, Beitragswesen

Gert Lorber, Köln: Ausschuss Wettbewerbs- und Vergabewesen

Arno Meyer, Lüdinghausen

Hans-Peter Miele, Hagen: Schlichtungsstelle

Holger Molter, Düsseldorf

Matthias Pfeifer, Düsseldorf: Ausschuss Dienstleistungen, Recht und Sachverständigenwesen; Vorstand Stiftung Deutscher Architekten

Ute Piroeth, Köln

Erich Frank Pössl, Köln: Ausschuss Planen und Bauen

Holger Rübsamen, Bochum: Ausschuss Wettbewerbs- und Vergabewesen

Dr. Burkhard Schrammen, Mönchengladbach: Wettbewerbsberater Bezirk Düsseldorf

Roland Treiber, Wuppertal: Ausschuss Berufsrecht und Berufsausübung

Peter Völse, Paderborn: Ausschuss Innenarchitekten

Harald Wennemar, Düsseldorf: Ausschuss Wettbewerbs- und Vergabewesen

Dietmar Winkel, Wilnsdorf: Ausschuss Belange der Tätigkeitsarten

Wolfgang Zimmer, Essen: Ausschuss Planen und Bauen; Aufsichtsausschuss des Versorgungswerkes (Vorsitzender)

Ziele und Positionen des BDA für die Legislaturperiode 2015-2020

2015 hat der BDA im Kammerwahlkampf seine Positionen und Ziele wie folgt dargestellt:

Im Bund Deutscher Architekten BDA sind selbstständige Architektinnen und Architekten zusammengeschlossen, die ihr hoher Anspruch an Qualität in Architektur und Städtebau verbindet. Die Selbstverwaltung des Berufsstandes durch die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen trägt der BDA mit großem Engagement mit und bringt wichtige Impulse in deren Arbeit ein. Dies kommt dem gesamten Berufsstand zugute, den freiberuflich-selbstständig Tätigen, den angestellten Kolleginnen und Kollegen und den in der öffentlichen Bauverwaltung beschäftigten Architektinnen und Architekten.

Unser Ziel: Die Kammer öffnen!

Um zukunftsfähig zu bleiben, muss sich die Kammer stärker zu ihren Mitgliedern öffnen. Die heutige Struktur der AKNW basiert auf den in Verbänden organisierten und über deren Listen gewählte Vertreter. Das sind aber nur 15% der Kammermitglieder. De facto ist der größte Teil der Architektinnen und Architekten von der Mitwirkung ausgeschlossen. Wir wollen eine moderne Kammer, die alle vertritt und Ort eines lebendigen Austausches zwischen den Mitgliedern ist. Wir wollen eine starke Kammer!

Unser Ziel: Unseren Beruf stärken!

Als Architektinnen und Architekten übernehmen wir Verantwortung für die qualitätvolle Gestaltung unserer baulichen Umwelt. Dazu benötigen wir transparente und faire Rahmenbedingungen unserer Berufsausübung: den Erhalt der HOAI und der Mindestsätze, qualitätsorientierte und faire Vergabeverfahren ohne bürokratische Zugangshürden und eine Novellierung des Haftungsrechtes, das Architekten nicht einseitig belastet.
Gegen eine Aufspaltung unseres Berufsbildes in spezialisierte Facharchitekten wehren wir uns!

Unser Ziel: Mehr Qualität schaffen!

Unser zentrales Anliegen ist eine hohe Qualität des Planens und Bauens. Wir setzen uns dafür ein, im politischen Raum die entsprechenden baukulturellen Instrumente zu sichern und weiter zu entwickeln: Wir brauchen mehr Architekturwettbewerbe der öffentlichen Hand und mehr Gestaltungsbeiräte in den Kommunen. Wir brauchen Bürgerbeteiligung und Diskussionsforen, und wir müssen auf das Land NRW einwirken, damit es seinem Anspruch, ein Land der Baukultur zu sein, gerecht wird.

„Tag der Architektur“ in Nordrhein-Westfalen

Stellungnahme des BDA NRW

Der BDA erneuert jährlich seine deutliche Kritik an diesem Verfahren: Die Chance, eine große Zahl architekturinteressierter Bürger zu erreichen und ihnen die Leistungsfähigkeit des Berufsstandes zu zeigen, werde von der Kammer falsch genutzt. Warum? 

„Die AKNW setzt ausschließlich auf Quantität. Sie geht beim Tag der Architektur einen eigenen Weg unter den 16 Länderkammern, indem sie weitgehend ungefiltert fast alle eingereichten Arbeiten in das Programm aufnimmt, 2016 sind es 325.  Zwar gibt es eine „Sichtungskommission“, jedoch führt diese bewusst keine Qualitätsdiskussion. Arbeiten können nur einstimmig ausgeschlossen werden, und das führt dazu, dass nur eine sehr geringe Anzahl von Projekten aus rein formalen Gründen nicht zum Zuge kommt.

Der BDA kritisiert dieses Verfahren seit vielen Jahren. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in der Kammer haben wir unsere Auffassung bisher nicht durchsetzen können, nehmen jedoch seit 2003 nicht mehr an der Sichtungskommission teil.

Auch der BDA sieht den Sinn des Tages der Architektur nicht darin, ausschließlich Spitzenleistungen zu präsentieren. Wir glauben jedoch, dass es für das Ansehen unseres Berufsstandes unbedingt notwendig ist, nur mit Bauten an die Öffentlichkeit zu gehen, die zumindest als gute Alltagsarchitektur zu bezeichnen sind.

Wir setzen nicht auf Konfrontation und rufen auch unsere Mitglieder nicht zum Boykott auf. Für die Büros, die ihre aktuellen Arbeiten vorstellen können, mag eine Teilnahme erfolgreich sein. Aber aus berufspolitischer und baukultureller Sicht kann die Veranstaltung in der jetzigen Form nicht unsere Zustimmung finden.

Der BDA setzt sich auch in Zukunft dafür ein, dass die Architektenkammer für die Teilnahme am Tag der Architektur Kriterien formuliert. Hierzu gehören in erster Linie die architektonische und städtebauliche Qualität, aber auch energetische und weitere Aspekte. Bei der Auswahl der Arbeiten soll ein möglichst breites Spektrum der Bautypologien und der regionalen Streuung der Objekte sichergestellt werden. Abstimmungen in der Sichtungskommission müssen nach dem demokratischen Mehrheitsprinzip erfolgen.

Nur ein deutliches Bekenntnis zu qualitätvollem Bauen, das der baukulturellen Verantwortung der Kammer entspricht, kann den Tag der Architektur zu einem echten Erfolg im Sinne der Baukultur werden lassen.“

Peter Berner
Vorsitzender des BDA Landesverbandes NRW