Foto: Marcus Ebener

Preisträger BDA-Architekturpreis Nike 2013
Preisträger BDA Preis Niedersachsen 2012

Erweiterung Nya Nordiska

Dannenberg

Foto: Marcus Ebener
Projekt
Erweiterung Nya Nordiska, Dannenberg
Architekten
Staab Architekten, Berlin
Bauherr
Nya Nordiska Verwaltungs GmbH, Dannenberg

Erweiterung Nya Nordiska

Juryvotum

Die Firmenerweiterung für den Textilverlag Nya Nordiska ist auf vielen Ebenen bemerkenswert, allem voran die Bauaufgabe selbst: Über 4.000 Quadratmeter Produktionsfläche wurden in einen Kontext von zwei- bis dreigeschossigen Fachwerkhäusern in die historische Altstadt von Dannenberg integriert – eine mutige Entscheidung der Auftraggeber und eine echte Herausforderung für die Architekten bezüglich Maßstab, innerer Organisation, Brandschutz, Denkmalpflege und Logistik.

Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit fügt sich das Neubauvolumen in die bestehende Situation ein. Das kleinteilige Grundmuster der Bestandsbauten ist virtuos und verblüffend schlüssig zugleich mit den neuen Programmteilen verwoben. Vielfältige Innenraumsequenzen gehen Hand in Hand mit differenzierten stadträumlichen Nischen, Gassen und Hofsituationen. Eine Variation von Sheddächern nimmt das Bild unterschiedlicher Giebelfassaden aus der Umgebung auf und verweist gleichzeitig auf die gewerbliche Nutzung im Innern. Die rötlich eloxierte Metallfassade erinnert entfernt an nordische Holzhäuser und bildet einen zeitgenössischen Kontrapunkt in der Gesamtwirkung von Neu und Alt. Das Ergebnis ist ein Gebäude, das behutsam, aber ohne Berührungsängste mit dem stadthistorischen Kontex umgeht und dabei zurückhaltend und selbstbewusst zugleich ist.

Es ist diese Haltung der Wertschätzung und des Weiterbauens, welche die Arbeit von Volker Staab auszeichnet. Mit dem Projekt in Dannenberg gelingt der exemplarische Beweis, dass sogar Produktionsstandorte an innerstädtischen Lagen mittels Verdichtung zur städtebaulichen Aufwertung beitragen können. Das heutige Gebäudeensemble aus drei Jahrhunderten ist auch in Zukunft ein lebendiger Teil des Stadtkörpers, der die Geschichte des Ortes weitererzählt.

Laudatorin: Anne Kaestle

www.staab-architekten.com

Foto: Marcus Ebener
Foto: Marcus Ebener
Foto: Marcus Ebener
Foto: Marcus Ebener

Preisträger

BDA-Architekturpreis Nike 2013 – Nike für Fügung

Prämierung eines Bauwerks, bei dem Material, Form und Funktion besonders wirkungsvoll zu einer Einheit gefügt werden und so das Prägende des Ortes weitergebaut wird.

Die Firmenerweiterung für den Textilverlag Nya Nordiska ist auf vielen Ebenen bemerkenswert, allem voran die Bauaufgabe selbst: Über 4.000 Quadratmeter Produktionsfläche wurden in einen Kontext von zwei- bis dreigeschossigen Fachwerkhäusern in die historische Altstadt von Dannenberg integriert – eine mutige Entscheidung der Auftraggeber und eine echte Herausforderung für die Architekten bezüglich Maßstab, innerer Organisation, Brandschutz, Denkmalpflege und Logistik.

Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit fügt sich das Neubauvolumen in die bestehende Situation ein. Das kleinteilige Grundmuster der Bestandsbauten ist virtuos und verblüffend schlüssig zugleich mit den neuen Programmteilen verwoben. Vielfältige Innenraumsequenzen gehen Hand in Hand mit differenzierten stadträumlichen Nischen, Gassen und Hofsituationen. Eine Variation von Sheddächern nimmt das Bild unterschiedlicher Giebelfassaden aus der Umgebung auf und verweist gleichzeitig auf die gewerbliche Nutzung im Innern. Die rötlich eloxierte Metallfassade erinnert entfernt an nordische Holzhäuser und bildet einen zeitgenössischen Kontrapunkt in der Gesamtwirkung von Neu und Alt. Das Ergebnis ist ein Gebäude, das behutsam, aber ohne Berührungsängste mit dem stadthistorischen Kontex umgeht und dabei zurückhaltend und selbstbewusst zugleich ist.

Es ist diese Haltung der Wertschätzung und des Weiterbauens, welche die Arbeit von Volker Staab auszeichnet. Mit dem Projekt in Dannenberg gelingt der exemplarische Beweis, dass sogar Produktionsstandorte an innerstädtischen Lagen mittels Verdichtung zur städtebaulichen Aufwertung beitragen können. Das heutige Gebäudeensemble aus drei Jahrhunderten ist auch in Zukunft ein lebendiger Teil des Stadtkörpers, der die Geschichte des Ortes weitererzählt.

Laudatorin: Anne Kaestle

Preisträger

BDA Preis Niedersachsen 2012

Fast paradox gelingt gerade durch die Beschränkung auf wenige, klare und entschiedene gestalterische Setzungen eine überzeugende Einfügung des großflächigen Betriebes in die gewachsene Fachwerkstadt. Diese Umgestaltung eines bestehenden Firmenstandortes zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten einer zeitgemäßen und dennoch angemessenen Außendarstellung im historischen Kontext. In beispielhafter Weise haben hier Bauherr und Architekt gemeinsam ihre Verantwortung für die Stadt wahrgenommen.